Radverein URC-OKAY Innsbruck

Sport-Ausfahrten  URC-OKAY

Textfeld: Rückblick 28.April 2012

Erste große Ausfahrt des Jahres, der Körper Normalsterblicher noch im Winterschlaf, Temperaturen über dreißig  Grad, ob das gut geht?  

Am morgendlichen Treffpunkt in Langkampfen zeigt sich, dass unsere Touren mittlerweile zu einer höchst intimen Veranstaltung für die immer selben, wenigen Teilnehmer geworden sind. Selbst bei allerbestem Radlerwetter finden sich lediglich Franz Wegscheider, Gernot Winkler, Chistoph Moriggl und Dieter Eidelpes ein und beginnen zunächst locker und beschwingt, bei veritablem Rückenwind in Richtung Kufstein zu rollen. 

In Ebbs die erste Aufwärmrunde, ein etwas steilerer "Schnapper" an der abgelegenen Nebenstraße hinauf zur Nikolauskirche und entlang ruhig gelegener Weiler führt nach Durchholzen am Walchsee. Da wir bekanntermaßen ja vor allem wegen der "Landeskunde" in den Sattel steigen wird die Fahrt entlang des historischen Saumweges der Tiroler Ache folgend nach Marquartstein und weiter nach Bernau gewählt. Zielsicher finden wir die allerschönsten asphaltierten Feldwege Richtung Frasdorf und über den Samerberg nach Nussdorf am Inn.

Welch wunderbare Fügung, Christophs Kette verklemmt sich auf der Innbrücke, so kommen wir zu einer kleinen Verschnaufpause bevor der "Tatzelwurm" mit seiner 18-prozentigen Steigung unser Blut in Wallung bringt. Und spätestens hier zeigt sich, dass der Föhn eine nicht zu unterschätzende Größe für den Tiroler Radfahrer darstellt. Gottlob haben wir Gernot bei uns und so lässt es sich bis zur Abzweigung "Sudelfeld" noch halbwegs manierlich hinterherfahren. 

Aber dann wird klar wo "der Hammer hängt". Während Gernot und Franz mit angezogener Handbremse locker pedalieren, müssen Dieter und Christoph dem Tempo und der Steigung Tribut zollen. Die beiden haben alle Mühe lebend und mit überschaubarer Verspätung über den Sattel und hinunter nach Bayrischzell zu gelangen. In Gesellschaft üppig geformter Motorradfahrer gibt es Kuchen, Kaffee, Cola und Eis. Das Thermometer zeigt über dreißig Grad im Schatten, die Damen und Herren in Lederkluft transpirieren auch im Sitzen enorm.

Nun beginnt ein harter Kampf gegen den Wind in Richtung Thiersee, erfreulicherweise liegen keine großen Steigungen mehr im Streckenprofil. Gernot und Franz lassen Milde walten, werfen sich den Windböen entgegen und die zweite, etwas ausgelaugte Hälfte des Pelotons gelangt sicher ins Inntal und zurück zum Ausgangspunkt.

Beim "Dampflwirt" in Unterlangkampfen stehen Bier, Frankfurter und saure Wurst am Speiseplan. Ob dies der dringend erforderlichen Regeneration von Dieter förderlich ist muss bezweifelt werden, aber schmecken tut es allemal!

Technische Daten:

Strecke: 146 km
Zeit: 5 h : 14 min
Schnitt: 27,91 km/h
Höhenmeter: 1800

 
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